2.1 Logik und Verstand verwerfen die Erlösung und die Kreuzigung

Beispiel 1

 

Der Verstand sagt uns, dass Gott gerecht ist, deshalb kann Gott nicht zulassen, dass die Menschheit den Sündenfall Adams erbt. Denn die Menschheit hat nichts damit zu tun, was Adam tat. Andernfalls wäre Gott ungerecht, vergleichbar einem tyrannischen Herrscher, der auf­grund der Verfehlungen einer Person gleich ein ganzes unschuldiges Dorf bestrafen will.

Beispiel 2

Wenn man daran glaubt, bedeutet dies, dass Gott mit den Menschen, die zwischen der Zeit des Wirkens von Adam und Jesus lebten, unge­recht verfährt, denn die Menschen, die nach Jesus kamen, wurden von der Sünde befreit, hingegen aber nicht jene, die zuvor lebten und starben. Welche Schuld haben diese Menschen auf sich genommen, dass sie nicht auch von dieser Sünde befreit wurden?

Beispiel 3

 

Der Verstand sagt, dass Gott keine unsinnigen Dinge tut. Gott würde keine Propheten und Bücher senden, solange die Menschheit noch in Sünde lebt, andernfalls wäre die Existenz der Propheten vor Jesus unsinnig.

Beispiel 4

 

Der Verstand sagt, dass Gott nichts Schlechtes oder Böses macht. Deshalb kann es nicht einsichtig sein, dass Gott die Sünde Adams mittels eines so grausamen Verbrechens vergibt, das die Kreuzigung einer unschuldigen Person darstellt.

Beispiel 5

 

Der Verstand sagt, dass Gott zu erhaben und perfekt ist, um daran zu glauben, dass Gott (in der Person Jesus) bis zum Tod gequält und gedemütigt wurde. Dies kann einem Gott nicht passieren, andernfalls wäre Gott nicht erhaben und perfekt.Wenn wir sagen, dass der, der starb, ein menschliches Körper ist und nicht Gott, so wie einige Christen sagen, dann würde es bedeuten dass sie die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Charakterzüge Gottes verwerfen. Es ist nämlich nicht gerecht, einen Mann zu erschaffen und ihn für eine Sünde zu quälen, die er nicht begangen hat. 1

Ein Gedanke zu „2.1 Logik und Verstand verwerfen die Erlösung und die Kreuzigung

  1. Lieber Hussain,

    du versuchst sehr große Fragen scheinbar logisch zu stellen. Und da du ein erklärter Muslim bist, erlaubst du deinen Lesern auch zu ahnen, wo sie die Antworten finden werden.

    Ohne dich aber treffen zu wollen, finde ich deine Gedankenfolgen nicht korrekt, obwohl du zum Teil viel Richtiges sagst.

    Bedenke allein dass genauso wie alle anderen Leute, du ebenso an ein religiöses Konstrukt von unzählig vielen glaubst. Du darfst nicht übersehen, dass du – genauso wie fast alle anderen Menschen – die Religion deiner Eltern bzw. deines Landes übernehmen musstest. Glaubst du etwa, dass nur deine Religion Richtiges lehrt? Glaubst du, dass sie – und zwar nur sie – logisch konzipiert ist?

    Bedenke, dass die »Anhänger« anderer Religionen von der Richtigkeit deren Lehre genauso überzeugt sind. Und wenn du ihnen sagen würdest, sie bräuchten nur den Koran zu lesen, um von dessen Wahrheiten überzeugt zu werden, sie dir dann antworten würden, dass du dasselbe mit den deren heiligen Büchern tun müsstest, um das Wahre zu finden. Und aus der blutigen Geschichte wissen wir bereits, wohin der blinde Glaube führt. Oder? Gläubige und Anhänger haben doch etwas gemeinsam: Sie handeln nicht nach dem Verstand sondern nach dem Gemüt.

    Die Frage nach der wahren Gottheit und ihren Zielen oder ihrer Beziehung zu uns Menschen dürfte doch eigentlich nichts mit Glauben sondern allein mit der Logik zu tun haben, da logischerweise nur eine Gottheit geben könnte. Und allein der logische Beweis dürfte meiner Meinung nach akzeptierbar sein.

    Wenn du logische Fragen und Antworten schätzt, besuche doch meine Seite. In etwa zwei Monaten werde ich sie sogar mit neuen – immer nur logischen – Argumenten anreichern. (Ob sie allerdings logisch sind oder nicht überlasse ich es dir.)

    http://www.stamoulis.de/

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