1.7 Die heidnischen Wurzeln der Trinität

Der Lebensstil der antiken Völker ist mit dem modernen Lebensstil nicht zu vergleichen. In der Antike war es üblich, sich mit Erzählun­gen einiger fiktiver Geschichten zu unterhalten, die durch heidnische Phantasien angeregt und entstanden sind. Besonders waren diese für Kinder gedacht, da deren Unterhaltung in den früheren Jahrhunder­ten beschränkt war, ganz im Gegensatz zur Reizüberflutung heutiger Kinder. Es ist ein auch von Psychologen bestätigter Zusammenhang, dass Erzählungen in der Psyche weiterwirken – und so verwundert es nicht, dass die Personen in den Geschichten, mit denen die Kinder aufgewachsen sind, zu idealen Personen, zu ihren Helden wurden.

Die jüdische Nation wurde von den heidnischen Geschichten gesät­tigt, da sie viele Jahre ihren Wohnort in Ägypten und Babylon hatte, und diese Einflüsse finden sich im christlichem Glauben wieder. Denn die antiken Christen waren konvertierte Juden, die solche heid­nischen Mythologien mit sich trugen. Sie fügten diesen Glauben dem Christentum hinzu, als sie einige Ähnlichkeiten zwischen Jesus und den heidnischen Charaktere fanden. Sie verknüpften die Geschichte von Jesu mit den Geschichten dieser Charaktere, und fügten der Ge­schichte von Jesu viele Mythen hinzu, auf denen der christliche Glauben heute noch basiert.

Der amerikanische Historiker Will Durant schreibt: „Das Christen­tum hat nicht das Heidentum zunichte gemacht; sondern es übernommen.“[1]

Auch der Glaube an die Trinität ist Bestandteil des heidnischen Glau­bens, der Eingang in das Christentum fand, ja, zum Hauptbestandteil christlichen Glaubens wurde. Zuvor existierte dieser Glaube im anti­ken Ägypten.

Der amerikanische Historiker Will Durant dazu: „Aus Ägypten ka­men die Ideen der göttlichen Trinität.“ [2]

Die Ägypter glaubten an Osiris, Isis und Horus, die sie sich als einen Gott zusammengesetzt vorstellten.

Der Vater (Osiris), der Sohn (Horus) und die Mutter (Isis): Wir fin­den hier nahezu dieselbe Struktur, die auch die christliche Trinitäts­lehre mit ihrem Glauben an die Einheit von Vater, Sohn und heiligem Geist bestimmt.

Weiter lesen wir bei Durant: „Eine intime und vertrauensvolle Ver­ehrung der Heiligen ersetzte den Kult der heidnischen Götter und stellte den Polytheismus der einfachen oder der poetischen Gemüter zufrieden. Statuen von Isis und Horus wurden in Maria und Jesus unbenannt.“ [3]

Im mittleren Osten gab es eine christliche Glaubensrichtung, die sich Maryamia nannte, diese lehrte die Einheit von Vater, Sohn und Mut­ter, das ist exakt dieselbe Struktur, die sich auch in der ägyptischen Trinität erkennen lässt.

Diese damals in der arabischen Welt weit verbreitete Konfession ist mittlerweile ausgestorben; es gibt jedoch eine damit verwandte ande­re Konfession auf den Philippinen, die sich als katholisch-maria­nisch[4] bezeichnet und die die jungfräuliche Maria als Gott ansieht.

Betrachten wir nun in einem kurzen Vergleich die Ähnlichkeiten der Geschichten von Horus und Jesus.

Horus (Ägypten 3000 v. Chr.)

  • Horus wurde am 7. Januar geboren, so wie Jesus nach den Orthodoxen Christen
  • Horus war das Kind einer Jungfrau , so wie Jesus
  • Set wollte Horus in seinem Kindesalter töten, so wie Herod Jesus in seinem
  • Kindesalter töten wollte
  • Isis flüchtete ins Nildelta, um weit von zuhause ein Kind zu gebären. Maria gebar ihr
  • Kind ebenfalls fern ihrer Heimat in einer Scheune.
  • Horus wuchs weit entfernt von seiner Heimat auf, so wie Je­sus in Ägypten weit entfernt von seiner Heimat aufwuchs.
  • Horus hat königliche Ahnen, so wie Jesu
  • Anubis und Horus waren Geschwister, so wie Johannes und Jesus Geschwister waren
  • Anubis mumifizierte tote Körper und John war ein Täufer.
  • Anubis Symbol war ein geköpftes Tier, Johannes wurde ge­köpft
  • Horus hatte 12 Schüler/Jünger, so wie Jesus
  • Horus vollzog Wunder, so wie Jesus
  • Horus ist bekannt mit dem Namen der Gott, so wie Jesus
  • Horus ist wieder auferstanden, so wie Jesus.
  • Horus ist ein Gott, so wie Jesus. [5]

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Fußnote    (↵ zurück zum Text)

  1. The Story of Civilization, Band 3, Seite 720
  2. The Story of Civilization,Band 3, Seite 720
  3. The Story of Civilization, Band 4, Seite 98
  4. Die katholische marianische Bewegung wurde durch Dominic Sanchez Falar errichtet.
  5. Die Informationen sind der offiziellen Webseite der ägyptischen Regie­rung und einigen arabischen Artikeln von ägyptischen Archäologen ent­nommen.

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