1.5 Die Bibel widerlegt die Scheinbeweise der Trinität

Die Christen beziehen sich auf einige Bibelverse, um den Glauben an die Trinität zu beweisen. Doch bei genauerer Sicht erweisen sich die betreffenden Stellen nicht als Beweise für die Trinität; die Bibel selbst widerlegt die unterstützenden Stellen.

Im Folgenden werden diese christlichen Missverständnisse der ent­nommenen Bibelverse erläutert.

Beispiel 1
[Ich und der Vater sind eins.][1]

Die Christen beziehen sich auf diese Stelle, um zu beweisen dass Je­sus Gott ist, weil Jesus und Gott eins sind. Hingegen widerlegt die Bibel selbst diese Stelle und zeigt uns den Missbrauch auf.

[Oder wisst ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr? Denn die Schrift sagt: »Die zwei werden ein Fleisch sein« Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm] [2]

Wenn Jesus aufgrund der Annahme, dass er mit dem Geist Gottes eins ist, Gott ist, dann sind alle Menschen, die sich Gott anhängen, Gott, denn auch sie sind mit dem Geist Gottes eins.

Beispiel 2
[dass der Vater in mir ist und ich in ihm.][3]

Die Christen benutzen diese Stelle, um zu beweisen, dass Jesus auf­grund der Einheit von Vater und Sohn Gott ist, die Bibel jedoch wi­derlegt dieses Behauptung.

[An jenem Tage werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch.][4]

Wenn Jesus Gott ist wenn der Vater in ihm ist und er im Vater, dann sind alle Menschen Gott, weil sie alle in Jesus sind und Jesus in ih­nen.

Beispiel 3
[Der Geist des Herrn ist auf mir] [5]

Die Christen benutzen diese Stelle, um die Einheit zwischen Jesus und Gott zu beweisen. Die Bibel jedoch widerlegt diese Behauptung.

[Und der Geist des Herrn fiel auf mich] [6]

Wenn Jesus Gott ist, weil der Geist Gottes auf ihn fiel, dann müssen die Christen Ezechiel auch als einen Gott ansehen, denn auch auf ihn viel der Geist Gottes.

Wenn wir die Bibel sorgfältig lesen, werden wir die wahre Bedeu­tung davon erhalten, was es heißt, wenn der Geist Gottes über jeman­den kommt; dies bedeutet Prophetentum, so wie wir es in der Bibel lesen: [Als sie, Saul und sein Knecht, nach Gibea gelangten, kam ih­nen tatsächlich eine Schar von Propheten entgegen. Der Geist Got­tes kam über Saul und Saul geriet mitten unter ihnen in prophetische Verzückung. ][7]

Folglich beweist diese Stelle, dass Jesus ein Prophet ist, und nicht Gott.

Beispiel 4
[Jesus erwiderte ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abra­ham wurde, bin ich.][8]

Die Christen benutzen diese Stelle, um zu beweisen, dass Jesus Gott ist und gleich ewig, denn er existierte vor Abraham, die Bibel jedoch widerlegt diese Behauptung.

[Der HERR besaß mich am Anfang seiner Wege, ehe er etwas mach­te, vor aller Zeit. Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem An­fang, vor dem Ursprung der Erde. Als noch keine Fluten waren, ward ich geboren, als die wasserreichen Quellen noch nicht flossen. Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hügeln ward ich geboren. ] [9]

Wenn Jesus Gott ist, weil er vor Abraham existierte, dann müsste auch Salomon Gott sein, denn auch von ihm wird in der Bibel be­hauptet, dass er schon vor der Erschaffung der Erde existiert habe.

Beispiel 5
[Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.][10]

Auch diese Stelle wird von den Christen gerne herangezogen, um die Trinität zu beweisen. Doch auch hierfür finden wir Gegenbelege in der Heiligen Schrift selbst.

[Ich will sein Vater sein und er soll mein Sohn sein. ] [11]

Wenn Jesus Gott ist, weil er der Sohn Gottes ist, dann ist auch David Gott, denn auch er ist der Sohn Gottes.

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Fußnote    (↵ zurück zum Text)

  1. Johannes 10 : 30 (Luther 1984)
  2. Korinther I 6 : 16 -17 (Luther 1984)
  3. Johannes 10 : 38 (Luther 1984)
  4. Johannes 14 : 20 (Luther 1984)
  5. Lukas 4 : 18 (Luther 1984)
  6. Ezechiel 11 : 5 (Luther 1984)
  7. Samuel I 10 : 10 (Einheitsübersetzung 1980)
  8. John 8 : 58 (Einheitsübersetzung 1980)
  9. Sprichwörter 8 : 22 – 25 (Schlachter 1951)
  10. Johannes 1 : 34 (Luther 1984)
  11. Samuel II 7 : 14 (Luther 1984)

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