2.4 Die heidnischen Wurzeln der Kreuzigung

Bei vielen heidnischen Völker existierte der Glaube an die Erlösung der Menschheit. Der britische Autor Sir Arthur Findlay1erwähnt in seinem Buch „the rock of truth“, sechzehn verschiedene Bezeichnun­gen für Gott, entsprechend den heidnischen Nationen, die an die Er­lösung glaubten. Unter diesen Namen findet sich auch der Name „Baal“, dieser war ein babylonischer Gott.

Wie wir zuvor erwähnt haben, haben die Juden, die zum Christentum übertraten, einige heidnische Elemente mitgenommen. Wahrschein­lich ist, dass der babylonische Glaube von der Erlösung auf diese Weise ins Christentum eingegangen ist.

Wir können in der Bibel einige Belege dafür finden [Sie verwarfen seine Gebote und den Bund, den er mit ihren Vätern geschlossen hatte, und verschmähten die Warnungen, die er an sie richtete. Sie liefen nichtigen Göttern nach und wurden selbst zunichte; sie ahmten die Völker ihrer Umgebung nach, obwohl der Herr verboten hatte, ihrem Beispiel zu folgen. Sie übertraten alle Gebote des Herrn, ihres Gottes, schufen sich Gussbilder, zwei Kälber, stellten einen Kultpfahl auf, beteten das ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal]2

Sehen wir uns nun in einem kurzen Vergleich die Ähnlichkeiten der Kreuzungsgeschichten von Baal und Jesus an.

Baal (Babylon 1200 v. Chr. )

  • Baal wurde ebenso wie Jesus durch Soldaten inhaftiert

  • Baal wurde verurteilt, so wie Jesus

  • Im Falle der Verurteilung von Baal fragte der Richter „Was ist seine Sünde?“, während im Falle der Verurteilung von Je­sus Pilatus fragte „Was hat er denn Böses getan?“Der Richter wusch seine Hand im Gerichtssaal, Pilatus wusch seine Hand im Gerichtssaal

  • Der Kriminelle, der mit Baal zum Tode verurteilt wurde, wurde freigelassen. Genauso wie Barrabas, der Kriminelle, der zusammen mit Jesus zum Tode verurteilt wurde, freige­lassen wurde

  • Baal wurde nach dem Gericht verletzt, so wie Jesus

  • Baal wurde auf einen Berg gebracht, um gekreuzigt zu wer­den, so wie Jesus

  • Baal hatte Gesellschaft bei der Kreuzigung, so wie Jesus

  • Baals Kleider wurden weggenommen, so wie die von Jesus

  • Nach der Kreuzigung Baals verdunkelte sich der Himmel, so wie bei Jesus

  • Baals Körper wurde in einem Bestattungsgewand eingewi­ckelt, so wie Jesus

  • Es gab Wachen am Baals Grab, so wie bei Jesus

  • Frauen weinten am Baals Grab, so wie bei Jesus

  • Nach drei Tagen erstand Baal wieder auf, so wie Jesus3

1Sir Arthur Findlay wurde im Jahr 1883 geboren und starb im Jahr 1964. Er war der Vorsitzende des Internationalen Instituts für Psychologische Forschung und nahm 1923 eine führende Rolle ein hinsichtlich der Er­kundigungen psychischer Phänomene der Kirche Schottlands.

2Könige II 17 : 15-16

3 Ich muss meine lieben Leser darüber unterrichten, dass ich nicht selbst über die Gleichnisse zwischen Baal und Jesus recherchieren konnte, des­halb ist der obige Vergleich aus vielen Quellen entnommen. Wie z. B.
– Im Jahr 1904 hat ein deutsches Team im Irak einige Platten gefunden, worauf die Geschichte von Baal niedergeschrieben wurde.
-Im Jahr 1922 verbreitete sich die gefundene Geschichte. Dann haben ei­nige Autoren wie Arthur Findley in seinem Buch “The Unfolding Uni­verse” und Ali Khan in seinem Buch “al-Kitab al Muqadas kalemat Al­lah am kalemat al Bashar” die Ähnlichkeit zwischen Jesus und Ball nie­dergeschrieben.

2.1 Logik und Verstand verwerfen die Erlösung und die Kreuzigung

Beispiel 1

 

Der Verstand sagt uns, dass Gott gerecht ist, deshalb kann Gott nicht zulassen, dass die Menschheit den Sündenfall Adams erbt. Denn die Menschheit hat nichts damit zu tun, was Adam tat. Andernfalls wäre Gott ungerecht, vergleichbar einem tyrannischen Herrscher, der auf­grund der Verfehlungen einer Person gleich ein ganzes unschuldiges Dorf bestrafen will.

Beispiel 2

Wenn man daran glaubt, bedeutet dies, dass Gott mit den Menschen, die zwischen der Zeit des Wirkens von Adam und Jesus lebten, unge­recht verfährt, denn die Menschen, die nach Jesus kamen, wurden von der Sünde befreit, hingegen aber nicht jene, die zuvor lebten und starben. Welche Schuld haben diese Menschen auf sich genommen, dass sie nicht auch von dieser Sünde befreit wurden?

Beispiel 3

 

Der Verstand sagt, dass Gott keine unsinnigen Dinge tut. Gott würde keine Propheten und Bücher senden, solange die Menschheit noch in Sünde lebt, andernfalls wäre die Existenz der Propheten vor Jesus unsinnig.

Beispiel 4

 

Der Verstand sagt, dass Gott nichts Schlechtes oder Böses macht. Deshalb kann es nicht einsichtig sein, dass Gott die Sünde Adams mittels eines so grausamen Verbrechens vergibt, das die Kreuzigung einer unschuldigen Person darstellt.

Beispiel 5

 

Der Verstand sagt, dass Gott zu erhaben und perfekt ist, um daran zu glauben, dass Gott (in der Person Jesus) bis zum Tod gequält und gedemütigt wurde. Dies kann einem Gott nicht passieren, andernfalls wäre Gott nicht erhaben und perfekt.Wenn wir sagen, dass der, der starb, ein menschliches Körper ist und nicht Gott, so wie einige Christen sagen, dann würde es bedeuten dass sie die Barmherzigkeit und Gerechtigkeit Charakterzüge Gottes verwerfen. Es ist nämlich nicht gerecht, einen Mann zu erschaffen und ihn für eine Sünde zu quälen, die er nicht begangen hat. 1

2.0 Einleitung zu diesem Kapitel

Die Christen glauben, dass Adam eine Sünde begangen hatte und diese Sünde von der Menschheit geerbt wird. Als Adam jedoch we­gen dieser Sünde Reue zeigte, versprach Gott, einen Messias zu sen­den, um die Menschheit durch die Erlösung aus dieser Sünde zu be­freien.

Die Christen der Antike glaubten jedoch nicht an die Erlösung und an die Kreuzigung.

Der ehemalige katholische Bischof David Benjamin formuliert es so: „Etliche Jesus-Gläubige in der Frühzeit des Christentums be­stritten, dass Jesus am Kreuz gerichtet wurde, sagten jedoch aus, dass einer seiner Anhänger, Judas Iscariot, oder ein anderer, der ihm ähnlich war, ergriffen wurde und an seiner Stelle gekreuzigt wurde.“ 1

Der Glaube an die Erlösung durch die Kreuzigung von Jesus ist heut­zutage das bekannteste Glaubenselement des Christentums, aber auch dieses Element findet sich nicht klar in der Bibel erwähnt. Es gibt Texte, welche diesen Glauben widerlegen, zudem widerspricht er dem Verstand und der Logik.

1 Muhammad in the bible, Seite 175

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