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Inhaltsangabe des Buches

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Kapitel 1: Wieso nicht Christ?………………………………………………..1

Was ist das Christentum?………………………………………………………….2

Trinität……………………………………………………………………………………3

Logik und Verstand verwerfen die Trinität………………………………….5

Die Bibel verwirft die Trinität……………………………………………………7

Die Bibel widerlegt die Scheinbeweise der Trinität………………………9

Die Bibel widerlegt die Behauptung, dass Wunder Beweise sind…12

Die heidnischen Wurzeln der Trinität……………………………………….16

Kapitel 2: Erlösung und Kreuzigung……………………………………..19

Logik und Verstand verwerfen die Erlösung und die Kreuzigung…20

Die Bibel verwirft die Erlösung und die Kreuzigung…………………..22

Widersprüche bezüglich der Erlösung und der Kreuzigung………….24

Die heidnischen Wurzeln der Kreuzigung………………………………….28

Kapitel 3: Die Bibel……………………………………………………………….31

Die Bibel wurde verfälscht………………………………………………………32

Widersprüche im Alten Testament……………………………………………37

Widersprüche im Neuen Testament………………………………………….41

Das Neue Testament hebt die Gesetze des Alten Testamentes auf..45

Wissenschaftliche Fehler in der Bibel……………………………………….48

Die Bibel beleidigt den Herrn…………………………………………………..51

Die Bibel beleidigt die Propheten……………………………………………..53

Die unmoralische Sprache der Bibel…………………………………………56

xii

Kapitel 4: Wieso Muslim?……………………………………………………..57

Die Bibel beweist, dass Jesus nicht Gott ist……………………………….58

Die Bibel beweist, dass Jesus ein Prophet ist……………………………..60

Die Bibel beweist die Prophezeiung von Muhammad…………………62

Die Bibel erwähnt die Ahlulbayt………………………………………………73

Das Evangelium von Barnabas…………………………………………………82

Wissenschaftliche Wunder im Quran………………………………………..86

Die wissenschaftlichen Wunder von Imam Jaffar al Sadiq…………..89

Kapitel 5: Geschichten von Konvertiten………………………………..95

Die Geschichte eines iranischen Priesters………………………………….97

Die Geschichte des abessinischen Königs………………………………..102

Kapitel 6: Was ist Islam?…………………………………………………….107

Die islamische Sicht des Christentums…………………………………….114

Die islamische Sicht zu Jesus…………………………………………………116

Die islamische Sicht der Jungfrau Maria………………………………….118

Die islamische Sicht der Kreuzigung und Erlösung…………………..120

Die islamische Sicht der Bibel………………………………………………..121

Kapitel 7: Prophet Muhammad…………………………………………..123

Vorislamische Zeit im arabischen Land…………………………………..124

Geburt und Kindheit……………………………………………………………..125

Der Aufstieg des Islams…………………………………………………………127

Das Aussehen von Prophet Muhammad…………………………………..128

Der Charakter des Propheten………………………………………………….129

Die Großzügigkeit des Propheten Muhammad…………………………130

xiii

Die Tapferkeit des Propheten Muhammad……………………………….131

Die Gnade des Propheten Muhammad…………………………………….131

Freundlichkeit des Propheten Muhammad gegenüber den Tieren.132

Die Bescheidenheit des Propheten Muhammad………………………..133

Kapitel 8: Antworten an Christen………………………………………..135

Frauenrechte im Islam…………………………………………………………..136

Kopftuch (Hijab)…………………………………………………………………..140

Erlaubt der Islam, die Frau zu schlagen?………………………………….142

Wieso erlaubt der Islam die Polygamie?………………………………….146

Erlaubt der Quran die Kinderehe?…………………………………………..148

Hat der Prophet Muhammad ein neunjähriges Mädchen geheiratet?………………………………………….150

Heiliger Krieg (Jihad)……………………………………………………………152

Kopfsteuer (Dschizya)…………………………………………………………..157

Wurde der Islam durch das Schwert verbreitet?………………………..160

Wenn Muhammad ein Prophet sei, was sind dann seine Wunder?…………………………………………………162

Beweisen die Passagen in

Matthäus 28:19 und 1. Johannes 5:7 die Trinität?……………………..165

Der Quran sagt, dass Maria die Schwester von Aaron ist…………..169

Der Quran spricht von der Stadt Samiri, obwohl diese Stadt nicht existiert hat………………………………………………………………………….172

Was ist der Beweis dafür, dass der Quran das Wort Gottes ist?….174

Wenn die Bibel und der Quran Worte Gottes sind, warum ist dann nur die Bibel korrumpiert………………………………………………………178

6.5 Islamische Sicht der Bibel

Die Muslime glauben, dass die Bibel ein durch seine Propheten geof­fenbartes Buch Gottes für die Menschheit ist, so wie der Quran uns dies erzählt:

[Und wir ließen hinter ihnen her Jesus, den Sohn der Maria, folgen, daß er bestätige, was von der Thora vor ihm da war. Und wir gaben ihm das Evangelium, das (in sich) Rechtslei­tung und Licht enthält, damit es bestätige, was von der Thora vor ihm da war, und als Rechtsleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen. ][1]

Die jetzige Bibel jedoch ist die deformierte Version des Origi­nals:
[Wie könnt ihr (Muslime) verlangen, daß sie euch glauben, wo doch ein Teil von ihnen das Wort Allahs gehört und es darauf­hin, nachdem er es verstanden hatte, wissentlich entstellt hat! ][2]

Der islamische Gelehrte Sheikh Muzafar sagte: „Jedoch wurde bei der Torah und den Evangelien, welche wir heute in unseren Händen halten, Korrumpierung (Veränderung der ursprüngli­chen Form) der ursprünglichen geoffenbarten Form bewiesen. Dies wegen den Än­derungen, die nach der Zeit von Moses und Jesus hinzugefügt wur­den.“ [3]

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  1. Quran 5 : 46
  2. Quran 2 : 75
  3. Aqaed al-emamya, Seite 56

6.4 Islamische Sicht über die Erlösung und Kreuzigung

Die Muslime glauben nicht, dass Jesus gekreuzigt wurde. Sie gehen davon aus, dass ein anderer an seiner Stelle gekreuzigt wurde.
[Aber sie haben ihn (in Wirklichkeit) nicht getötet und (auch) nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien ihnen (ein anderer) ähnlich (so daß sie ihn mit Jesus verwechselten und töteten). Und diejenigen, die über ihn uneins sind, sind im Zweifel über ihn. Sie haben kein Wissen über ihn, gehen vielmehr Vermutungen nach. Und sie haben ihn nicht mit Gewißheit getötet.“ Nein, Allah hat ihn zu sich (in den Himmel) er­hoben. Allah ist mächtig und weise ][1]
Gott hat ihn erhoben, denn seine Mission ist noch nicht fertig, er wird ihn zurück zur Erde sen­den, vor dem Tag der Stunde, um zusammen mit dem zwölften Nach­folger des Propheten Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu ver­breiten.

Prophet Muhammad sagte: Wenn er (der Mahdi) erscheint, Gott wird den Messias herab senden, und sie werden beide zusam­menkommen.[2]

Prophet Muhammad sagte: Von meinem Nachkommen Mah­di, und wenn er erscheint, wird Gott Jesus der Sohn der Maria herab senden um ihn zu unterstützen. [3]

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  1. Quran 4 : 157-158
  2. al-Tafdhil, von Karajeki, Seite 24
  3. Amali, von Seduq, Seite 181

6.3 Islamische Sicht der Jungfrau Maria

Die Muslime glauben, dass die Jungfrau Maria eine heilige Person ist und daher verherrlicht werden muss.
Wir glauben, dass sie unfehlbar und gereinigt ist.
Sie ist eine auserwählte Person Gottes und wurde von ihrer Mutter Gott gewidmet, so wie der Quran dies sagt.
[Damals sagte die Frau Imrans: „Mein Herr, siehe, ich gelobe Dir, was in meinem Leibe ist, zu weihen; so nimm es von mir an; siehe, Du bist der Allhörende, der Allwissende.„] [1]

Sie ist eine gesegnete Frau, so wie der Quran dies sagt:
[„Und so nahm sie Allah gnädig an und ließ sie in schöner Wei­se in der Obhut des Zacharias heranwachsen. Sooft Zacharias zu ihr in den Tempel hineintrat, fand er Speise bei ihr. Da sagte er: „O Maria, woher kommt dir dies zu?“ Sie sagte: „Es ist von Allah; siehe, Allah versorgt unbegrenzt, wen Er will.“ ][2]

Sie ist die Mutter von Jesus, und sie wurde auf wundersame Art schwanger, so wie der Quran uns dies erzählt:
[Und der Maria, der Tochter Ìmráns, die ihre Keuschheit be­wahrte – drum hauchten Wir ihm von Unserem Geist ein -, und sie glaubte an die Worte ihres Herrn und an Seine Schriften und war der Gehor­samen eine.][3]

Sie ist eine auserwählte heilige Person und erhaben über die Frauen aller Nationen, so wie der Quran uns dies sagt:
[„Und damals sprachen die Engel: „O Maria, siehe, Al­lah hat dich auserwählt und gereinigt und erwählt vor den Frauen der Welten.„][4]

Der Prophet Muhammad sagte: „Die Besten Frauen des Para­dieses sind vier, Khadija, die Tochter von Khuwaild, Fati­ma, die Toch­ter von Muhammad, Maria, die Tochter von Imran, Asia, die Tochter von Muzahim.“[5]

Der Quran verherrlicht die Jungfrau Maria und preist sie. Dar­über hinaus beinhaltet der Quran ein Kapitel, welches Maria heißt. Die is­lamischen Regeln besagen auch, dass, wer auch immer nicht an sie glaubt oder sie leugnet, kein Muslim ist.

Das beweist den hohen Status, den die Jungfrau Maria im Is­lam in­nehat.

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  1. Quran 3 : 35
  2. Quran 3 : 37
  3. Quran 66 : 12
  4. Quran 3 : 42
  5. al-Khisal, Seite 206

6.2 Islamische Sicht zu Jesus

Die Muslime glauben, dass Jesus ein Prophet und Gesandter Gottes ist, und er wird von den Muslimen sehr geehrt. Er ist unfehlbar und gereinigt von allem, was eine Schmach sein könnte. Er ist ein Mensch, weder Gott noch Sohn Gottes, so wie der Quran uns dies lehrt: [Der Messias, der Sohn der Maria, war nur ein Gesandter] [1]

Er wurde auf eine wundersame Weise ohne Vater geboren, denn Gott wollte, dass er ein großes Zeichen für die Welten wird, so wie der Quran das uns sagt:
[Und (weiter Maria) die sich keusch hielt. Da bliesen wir ihr Geist von uns ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Menschen in aller Welt ][2]

Er konnte schon in der Wiege sprechen, das war der Beginn seiner Wunder, der heilige Quran lehrt uns dies: [Da deutete sie auf ihn. Sie sprachen: „Wie sollen wir zu einem reden, der ein Kind in der Wiege ist?“ Er sprach: „Ich bin ein Diener Allahs, Er hat mir das Buch ge­geben und mich zu einem Propheten gemacht;][3]

Er hat danach viele Wunder vollbracht, der Quran erzählt dies uns:
[„Und als Gesandter (Allahs) an die Kinder Israel (wies Jesus sich aus mit den Worten:) „“Ich bin mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen (das darin besteht), daß ich euch aus Lehm etwas schaffe, was so aussieht, wie Vögel. Dann werde ich hineinblasen, und es werden mit Allahs Erlaubnis (wirkliche) Vögel sein. Und ich werde mit Allahs Erlaubnis Blinde und Aussätzige heilen und Tote (wieder) lebendig machen. Und ich werde euch Kunde geben von dem, was ihr in euren Häusern eßt und aufspeichert (ohne es gese­hen zu haben). Darin liegt für euch ein Zeichen, wenn (anders) ihr gläu­big seid.“ ][4]

Jesus ist nach den Muslimen einer der größten Propheten, so wie der Quran uns dies sagt: [„Damals sprachen die Engel: „“O Maria, sie­he, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm; sein Name ist der Messias, Je­sus, der Sohn der Maria, angesehen im Diesseits und im Jenseits, und einer von denen, die (Allah) nahestehen.“][5]

Wer auch immer den Quran liest, wird bemerken, dass der Quran Je­sus ehrt und Respekt erweist. Die Bibel steht im Kon­trast dazu; sie enthält einige Verse, die Jesus schmähen.

Im Johannes-Evangelium z. B. finden wir eine Passage, die aussagt, dass Jesus unhöflich zu seiner Mutter war: [Und als der Wein aus­ging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was geht’s dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.][6]

Hingegen sagt uns der Quran, dass Jesus ehrerbietig gegenüber sei­ner Mutter war [Und (Er machte mich) ehrerbietig gegen meine Mut­ter; Er hat mich nicht hochfahrend, elend gemacht.][7]

Die Bibel sagt auch, dass Jesus verflucht ist: [Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch gewor­den ist; denn es steht in der Schrift: Verflucht ist jeder, der am Pfahl hängt.][8]

Hingegen sagt der Quran, dass Jesus gesegnet ist: [Er machte mich gesegnet, wo ich auch sein mag][9]

Wir sehen also, dass die Muslime Jesus mehr Respekt erwei­sen, als es unsere christlichen Freunde tun.

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  1. Quran 5 : 75 
  2. Quran 21 : 91 
  3. Quran 19 : 29-30 
  4. Quran 3 : 49
  5. Quran 3 : 45
  6. Johannes 2 : 3-4 (Luther 1984)
  7. Quran 19 : 32
  8. Galatinas 3 : 13 (Einheitsübersetzung 1980)
  9. Quran 19 : 31

6.1 Islamische Sicht über das Christentum

Die Muslime glauben, dass Gott eine Religion gesandt hat, welche Islam heißt. In jedem Zeitraum existiert ein Prophet, der kommt und einen Teil dieser Religion vervollständigt. Dies kann man sich wie ein Puzzle vorstellen, bei dem man verschiedene Teile zusammenset­zen muss, um am Ende ein komplettes Bild zu erhalten.

Der Name Christentum wurde von den Griechen oder Römern einge­führt und bezeichnet das Glaubenssystem der Anhänger Jesu..

Das Christentum heute unterscheidet sich in vielen Aspekten von dem, das Jesus seinen Anhängern gelehrt hat. Das neuerliche Chris­tentum wurde von Paul (oder auch Paulus) geprägt, der erst nach ihm kam.

Es schlichen sich viele heidnische Glaubenselemente ins Christen­tum und wurden Teil davon. Der heilige Quran versichert uns: [Sag: Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit (und sagt nichts aus) außer der Wahrheit! Und folgt nicht der (persönli­chen) Neigung von Leuten, die (schon) früher irregegangen sind und viele irregeführt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind! ][1],[2]

Das Christentum enthält heute dennoch einige wahre Lehren von Je­sus, die er den Menschen gebracht hat. Daher ist das Christentum die dem Islam nächste Religion, und die Christen sind den Muslimen die Nächsten, der Quran erzählt uns dazu Folgendes [Und du wirst zwei­fellos finden, daß die, welche sagen: „Wir sind Christen“ den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies (ist so), weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie nicht hochmütig sind.Und wenn sie hören, was zu dem Gesandten herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tränen überfließen ob der Wahrheit, die sie erkannt ha­ben. Sie sagen: „Unser Herr, wir glauben, so schreibe uns unter die Be­zeugenden.“][3]

Der Islam ordnet den Muslimen an, die Christen behutsam zu behan­deln, so wie das uns der Quran sagt [Und streitet nicht mit dem Volk der Schrift; es sei denn auf die beste Art und Weise.][4]

Prophet Muhammad betrachtete jene, die Christen verletzen, als sol­che, die ihn selbst verletzen.

Prophet Muhammad sagte: Wer auch immer ein Zemi[5] verletzt, verletzt mich.[6]

Der Prophet machte ein Vermächtnis vor seinem Dahinscheiden, auf dass die Leute auf die Christen Acht geben.

Prophet Muhammad sagte: Bei Gott, ich bitte euch auf die Kopten[7] aufzupassen.[8]

Die Muslime sind daher als die freundlichsten Menschen auf der Erde zu betrachten, denn der Islam lehrt den Muslimen, die Men­schen zu lieben und nie rassistisch zu sein, so wie der Quran uns das sagt [und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einan­der erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angese­henste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwis­send, Allkundig.][9]

Imam Ali sagte: Die Menschen sind zwei Arten, dein Bruder in der Religion oder dein Bruder in der Menschlichkeit. [10]

Daher betrachtet der Muslim die Christen als seine Brüder in der Menschlichkeit

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  1. Quran 5 : 77
  2. „Leuten, die (schon) früher irregegangen sind.“ Damit sind die Heiden gemeint. Näheres siehe auch unter dem Koran-Kommentar Tafsir al-Mi­zan, Band 6, Seite 77-88 von Muhammad Tabatabai.
  3. Quran 5 : 82-83
  4. Quran 29 : 46
  5. Zemi = Dieses Wort wird für jeden Nicht-Muslim benutzt, der in ei­nem muslimischen Land lebt.
  6. Riadh al-salkin, Band 1, Seite 458
  7. Kopten = Ägyptisch orthodox Christen
  8. Amali Tusi, Seite 404
  9. Quran 49 : 12
  10. Bihar al-anwar, Band 74, Seite 241

6.0 Was ist der Islam?

Islam ist ein arabisches Wort, welches Hingabe zu Gott bedeutet, es entstammt derselben Wortwurzel wie das Wort „Salam“, welches Frieden bedeutet.
Der Islam ist keine neue Religion; er ist eine Vollendung der Religi­on Gottes, die von vorherigen Propheten gesandt wurde. Ihr Anfang liegt beim Propheten Adam (a) und sie endet mit dem Propheten Muhammad (s), der den Islam begründete.
Simpel gesagt ist der Islam die Bezeugung, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.
Der Glaube an die islamischen Fundamente ist in fünf Teile geteilt, so wie der islamische Gelehrte Muhammad Sadeq as-Sadr dies an­gibt:„Die Fundamente des Glaubens sind fünf: Einheit, Gerech­tigkeit, Prophetentum, Vormundschaft und Auferstehung.“ [1]

1. Einheit Gottes
[Euer Gott ist ein Einziger Gott, es ist kein Gott außer Ihm, dem Sich-Erbarmenden, dem Barmherzigen] [2]

Im islamischen Glauben ist Gott Einer, es gibt keinen anderen Gott oder Partner neben ihm.
Schöpfung, Versorgung, Leben und Tod wird von Gott allein regiert, und er ist der einzige Herrscher des Universums.
Gottes Macht, Wissen, Barmherzigkeit, Großzügigkeit, Größe ist un­begrenzt.
Gott ist einzigartig, ewig, unendlich und existiert ohne Ort, denn ein Ort ist begrenzt und Gott ist unbegrenzt.

2. Gerechtigkeit
[und (wisset), daß Allah niemals ungerecht gegen die Diener ist.] [3]

Im islamischen Glaube ist Gott gerecht und begeht nie eine Tat, wel­che als schlecht oder ungerecht zu irgendeinem seiner Geschöpfe an­gesehen werden kann.
Er ist der Gnädigste, der Barmherzigste und verwirft nie den Lohn jener, die gute Werke tun.

3. Wiederauferstehung
[Wahrlich, zu deinem Herrn ist die Heimkehr.] [4]

Im islamischen Glauben wird Gott alle Geschöpfe am Tag des jüngs­ten Gerichts auferstehen lassen, um über die Taten aus dem Leben des einzelnen Geschöpfes zu richten. Der Fromme wird mit dem Ein­zug ins Paradies belohnt, dieser wird ein ewig glückliches Leben ha­ben. Hingegen wird der Böse mit dem Einzug in die Hölle bestraft.

4. Prophetentum
[Sprecht: Wir glauben an Allah und an das, was uns herab­gesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stäm­men (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gege­ben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wor­den ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben.] [5]

Im islamischen Glaube hatte Gott 124.000 Propheten zu jedem Fleck der Erde gesandt, wo Menschen sich niederließen.
Der erste Prophet war Adam (a) und der letzte Prophet ist Mu­hammad (s), der das Siegel der Propheten ist und nach ihm wird es keinen Propheten mehr geben, denn die Religion Allahs ist nun kom­plett.
Alle Propheten, die Gott gesandt hat, sind unfehlbar von Fehlern und Sünden.
Und der größte Prophet der Propheten ist Prophet Muhammad (s).

5. Vormundschaft
[Eure Beschützer (Vormund) sind wahrlich Allah und Sein Gesandter und die Gläubigen, die das Gebet verrichten, die Zakah entrichten und sich (vor Allah) verneigen.] [6]

Im islamischen Glauben hat jeder Prophet Vormünder/Nachfolger nach ihm, diese sind von Gott auserwählt, um die Lehren des Pro­pheten zu erhalten und die Menschen zum richtigen Pfad zu führen. Denn der Prophet, wie auch jeder andere Mensch, lebt nur für einige Jahre, dann stirbt er und kann die nächste Generation nicht mehr vor Irreführung bewahren. Deshalb ernennt Gott Wächter nach dem Pro­pheten, um die richtigen Gedanken für die nächsten Generationen zu festigen. Sie gleichen den Propheten in der Unfehlbarkeit.

Die Vormünder/Wächter/Hüter nach dem Propheten Muhammad (s) sind zwölf:

  1. Imam Ali
  2. Imam Hassan
  3. Imam Hussain
  4. Imam Ali al-Sajjad
  5. Imam Muhammad al-Baqer
  6. Imam Jaffar al-Sadeq
  7. Imam Musa al-Kazim
  8. Imam Ali al-Reza
  9. Imam Muhammad al-Jawad
  10. Imam Ali al-Hadi
  11. Imam Hassan al-Askeri
  12. Imam Muhammad al-Mahdi

Das war eine wirklich kurze Einführung in die islamischen Grundzü­ge des Glaubens, an die alle Muslime glauben sollen. Außerdem gibt es auch die Säulen des Islams, die in fünf Teile geteilt wurden, die alle Muslime praktizieren sollen.

Der islamische Gelehrter Scheikh Saduq sagte: die Säulen, auf denen der Islam baut, sind fünf: Gebet, Allmosensteuer, Fasten, Pilgerfahrt und Vormundschaft. [7]

1. Gebet
[wahrlich das Gebet zu bestimmten Zeiten ist für die Gläubi­gen eine Pflicht.] [8]

Im Islam ist das Gebet die wichtigste Praxis des Anbetens.
Der islamische Gelehrte Abulqasim Khoei sagte: Das Gebet ist eine der Säulen, auf denen der Islam aufbaut; wenn dies akzeptiert wird (von Gott), dann werden alle anderen Dinge (die anderen Säulen) auch akzeptiert, wenn dies abgelehnt wird, dann werden alle ande­ren Dinge auch abgelehnt. [9]

Die Muslime beten fünfmal am Tag, das ist das verlangte Gebet von einem Muslim. Das Gebet im Islam ist sehr kurz und einfach, man benötigt nur wenige Minuten.
Es gibt auch freiwillige Gebete, die unbegrenzt sind und jederzeit praktiziert werden können.

2. Fasten
[O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrie­ben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.] [10]

Im Islam gibt es einen heiligen Monat – Ramadan – in dessen Ver­lauf von jedem erwachsenen und gesunden Muslim verlangt wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zu fasten. Es gibt aber eini­ge, die davon befreit sind, wie etwa schwangere Frauen, kranke Per­sonen, sehr alte Personen oder Reisende etc.
Auch hier gibt es das freiwillige Fasten, das an jedem beliebigen Tag im Jahr praktiziert werden kann, außer an Feiertagen.

3. Almosensteuer (Zakat)
[doch Meine Barmherzigkeit umfaßt alle Dinge; so werde Ich sie be­stimmen – für jene, die (Mich) fürchten und die Zakah entrichten und für jene, die an Unsere Zeichen glauben.] [11]

Im Islam wird von jedem Muslim verlangt, einmal im Jahr, am Ende des Monats Ramadan eine Almosensteuer zu zahlen. Diese Steuer ist sehr gering; sie entspricht dem Preis von 3kg Reis, Mais, Weizen oder Gerste.
Die Steuer wird zur Unterstützung armer Menschen genutzt, die aus verschiedenen Gründen arbeitsunfähig sind, etwa alte Menschen, Witwen, Waisen, Behinderte. etc.
Sie kann auch dafür benutzt werden, um Gebäude zu bauen, die dem Allgemeinwohl dienen, etwa Krankenhäuser, Schulen, Häuser, Mo­scheen etc
Kurz gesagt: Die Almosensteuer wird für Sozialeinrichtungen und Dienste für die Menschen benutzt.

4. Pilgerfahrt (Hajj)
[Und rufe die Menschen zur Pilgerfahrt auf. Sie werden zu Fuß und auf jedem mageren Kamel aus allen fernen Gegen­den zu dir kommen] [12]

Im Islam wird von jedem Muslim verlangt, einmal in seinen Leben die Pilgerfahrt an einem bestimmten Tag im Jahr durchzuführen. Auch dies wird nur von jenen verlangt, die dazu fähig sind.
Es gibt auch eine freiwillige Pilgerfahrt, welche sich „Umrah“ nennt, sie kann beliebig oft und zu beliebigen Zeiten durchgeführt werden.

5. Vormundschaft
[O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Ge­sandten und denen, die unter euch Befehlsgewalt besitzen.] [13]

Im Islam muss der Muslim dem Propheten und seinen zwölf Nach­folgern gehorchen, und er muss sich in jeder Angelegenheit der isla­mischen Praktiken auf sie beziehen.
Wer dem Propheten nicht gehorcht, dessen Anbetungen werden alle nicht akzeptiert.

Neben diesen erwähnten Fundamenten und Säulen des Islams, hat der Islam auch ethische Werte, die jeder Muslim zu bewahren hat. Genauso gibt es einige unethische Eigenschaften, die von jedem Muslim vermieden werden sollte.
Beispiele für eine gute Ethik, die der Muslim zu bewahren hat, sind: Wahrhaftigkeit, Geduld, Ehrlichkeit, Treue, Barmherzigkeit, Demut, Großzügigkeit, Gastfreundschaft, Keuschheit etc.
Einige Beispiele für ein schlechtes Verhalten, das der Muslim ver­meiden sollte, sind: Versprechen zu brechen, Gier, Geiz, Schamlo­sigkeit, Selbstsucht, Eingebildetheit, Gehässigkeit etc.

Es gibt auch Verbote im Islam, die der Muslim auf keinen Fall bre­chen sollte, etwa das Begehen eines Ehebruches, Mord, lügen, Glücksspiele spielen, Betrug, Diebstahl, Alkohol trinken, Schwein essen, Dreck essen, Blut trinken, Verrat, Spionieren etc.

Ich rate den Lesern, die sich tiefer informieren möchten, solche isla­mischen Bücher zu lesen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Islam im Detail darzustellen. Ich habe nur die Grundzüge er­wähnt, damit die Leser eine Grundidee vom Islam bekommen.

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Fußnote    (↵ zurück zum Text)

  1. ma wara al-feqh, Band 10, Seite 153
  2. Quran 2 : 163
  3. Quran 8 : 51
  4. Quran 96 : 8
  5. Quran 2 : 136
  6. Quran 5 : 55
  7. al-Hedaya, Seite 60
  8. Quran 4 : 103
  9. Minhaj Salehin, Band 1, Seite 130
  10. Quran 2 : 183
  11. Quran 7 : 156
  12. Quran 22 : 27
  13. Quran 4 : 59

5.2 Die Geschichte des abessinischen König

Während der Zeit, als der Prophet Muhammad in die Welt gesendet wurde, gab es einen christlichen König, der Abessinien regierte, sein Name war Armah und er war bekannt als Najaschi.[*]

Es ist auch bekannt, dass, als der Prophet Muhammad sein Prophe­tentum deklarierte und die Menschen zum Pfad Gottes rief, die meis­ten Araber gegen ihn waren und ihn mit bösen Wörtern verletzten und mit Steinen zu bewarfen.

Prophet Muhammad pflegte, so wie die Propheten vor ihm auch, das Leid um Gottes willen allein zu tragen.

Als die Götzen-Araber jedoch anfingen, seine Anhänger zu verletzen, konnte der Prophet es nicht ertragen, seine Anhänger leiden zu sehen. Daher drang er sie, nach Abessinien zu auszuwandern, denn der Kö­nig von Abessinien war ein großzügiger und gerechter Mann, er han­delte nie ungerecht mit jemanden in seinem Königreich.

Dann wanderten die schwachen Muslime im Jahr 616 (n. Chr.) nach Abessinien aus.

Als die Muslime in Abessinien ankamen, hatten die Götzenaraber ihre Abgesandten mit einigen wertvollen Geschenken zu König Naja­schi gesandt, auch mit der Forderung, dass der König die Muslime ihnen ausliefern solle.

Als die Abgesandten der Götzen beim König ankamen, verbeugten sie sich vor dem König, weil dies dort ein Ritual war, und sagten: Oh König, meine Leute raten dir, sie sandten mich, um dich vor jenen zu warnen, die in dein Königreich eintraten, denn sie sind Anhänger ei­nes Mannes, der behauptet ein Prophet zu sein. Und er sandte sie hierher, um deine Religion und dein Königreich zu verderben, daher liefere sie an uns aus, und wir werden dich vor ihnen schützen.

König Najaschi sagte: Ich kann sie euch nicht ausliefern, ohne dass ich ihnen zugehört habe.

Der Abgesandte der Götzen sagte: Um unsere Aussage zu beweisen, werde ich dir ein Zeichen geben, dass, wenn sie eintreten, es ableh­nen werden, sich vor dir zu verbeugen. Der König rief dann Ja’far bin Abi Talib, der das Oberhaupt der Aus­wanderer der Muslime nach Abessinien war, und fragte ihn über das Problem zwischen den Muslimen und den Götzen.

Als Ja’far bin Abi Talib ankam, lehnte er es ab, sich vor dem König zu verbeugen. Der König fragte: Wieso verbeugst du dich nicht? Ja’far sagte: Wir verbeugen uns nur vor Gott, der Euch erschaffen hat und Euch zum König gemacht hat. Verbeugung als Gruß ist der Gruß der Götzen. Gott sandte uns einen wahren Prophet, der uns beibrach­te, andere zu grüßen, wie Gott es mag, dies, indem wir ‚Frieden auf dir‘ zu ihm sagen. König Najashi sagte: Oh Ja’far, was sagen die? Ja’far antwortete: Oh König, was sagten die? König Najaschi sagte: Sie baten mich, Euch zu ihnen auszuliefern. Ja’far antwortete: Oh König, frag sie, ob wir deren Sklaven sind. Die Abgesandten der Götzen antworteten: Nein, seid ihr nicht. Ja’far sagte: Sind wir bei ihnen in der Schuld? Die Abgesandten der Götzen antworteten: Nein, seid ihr nicht. Ja’far sagte: Haben wir einen von euch getötet? Die Abgesandten der Götzen antworteten: Nein. Ja’far sagte: Was wollt Ihr dann von uns? Ihr habt uns verletzt und wir wanderten aus aus eurem Land. Die Abgesandten der Götzen sagten: Oh König, sie wandten sich ge­gen unsere Religion, sie verdarben unsere Jugendliche, und sie spal­teten unsere Gesellschaft, daher liefere sie an uns aus, um unsere Ge­sellschaft wieder zu sammeln. Ja’far antwortete: Oh König, Gott hat uns erschaffen, und wir waren Götzenanbeter, aßen Fleisch von Toten, taten schmutzige Dinge, schadeten den Menschen, die Starken handelten ungerecht gegenüber den Schwachen, dann sandte Gott uns einen Prophet, dessen Vorfah­ren wir als wahrhaftig, fromm und keuch wissen. Er ist der eine, den Jesus versprochen hat und den er unter dem Namen „der Gepriesene“ ankündigte. Er ordnete uns an, Gott allein anzubeten und die Götzen zu verlassen, er ordnete uns an, zu beten und Almosen zu geben. Er verbietet ungerechte Taten, Mord, Unzucht, Kredite mit Zinsen, To­tes zu essen, Blut zu trinken, Lügen zu erzählen, das Geld der Waisen zu bestehlen, Schweinefleisch zu essen. Er ordnete uns an, gerecht zu handeln, Freundlichkeit, Nächstenliebe, die Wahrheit zu sagen, er mahnt uns zu guten Taten und verbietet uns die schmutzigen und schlechten Taten. Daher glauben wir an ihn und folgen ihm. Darauf­hin begann unser Volk damit, uns feindlich gegenüber zu stehen und uns zu foltern – aus diesem Grund wanderten wir in dein Königreich aus.

König Najaschi sagte: Ja, Jesus versprach ein Prophet nach ihm.

Dann rief der König die Priester um an dem Dialog teilzunehmen. Als die Priester ankamen, sagte der König: Oh Ja’far, kannst du mit etwas von dem berichten, was deinem Propheten geoffenbart wurde? Ja’far antwortete: Ja.

Dann rezitierte Ja’far das Kapitel „ Die Römer“ und das Kapitel „Die Spinne“ des heiligen Qurans, daraufhin bat der König, ihm mehr vor­zulesen. Auf diese Bitte rezitierte Ja’far das Kapitel „Die Höhle“. Als die Abgesandten der Götzenaraber die Tendenz des Königs zum Quran steigen sahen, sagten sie: Oh König, Sie schmähen Jesus und seine Mutter. Dann rezitierte Ja’far das Quran-Kapitel „Maria“, und als Ja’far bei dem folgenden Vers angekommen war, hörte der König genau hin. [und schüttele den Stamm der Palme in deine Richtung, und sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen.] Daraufhin kamen dem König die Tränen und auch den Priestern, die dort anwesend waren, flossen die Tränen.

Der Abgesandte der Götzenaraber sagte: Oh König, sie sind nicht in Einstimmung mit Eurer Meinung über Jesus, sie sagen: Er ist ein Diener. Der König schaute zu Ja’far und sagte: Was sagt dein Prophet über Jesus? Ja’far sagte: Er sagt über ihn, was Gott über ihn sagte, er ist sein Wort, welches er Maria gewidmet hat, und ein Geist von ihm und sein Gesandter, er wurde von der Jungfrau Maria geboren, welche von keinem Manne angerührt wurde.

Dann nahm Najashi einen schmalen Stock und sagte: Die Differenz zwischen unserer Aussage und der Aussage der Muslime über Jesus ist nicht größer als das Gewicht dieses Stockes. Der König schaute die Abgesandten an und sagte zu ihnen: Geht zu­rück nach Hause, ich werde euch die Muslime nicht ausliefern.

Dann gab der König die Geschenke zurück, die die Araber ihm sand­ten. Dann sagte der König zu den Priestern, dass sie sich mit Ja’far hin­setzen sollen und den Quran lesen sollen und die Beschreibung Mu­hammads anhören sollen, ob er der versprochene Prophet ist oder nicht.

Nach all dem sandte der Prophet Muhammad dem König Najashi eine Nachricht. Als der König die Nachricht las, sagte er: Ich schwö­re bei Gott, dass er der Prophet ist, auf den die Christen warten. Da­nach sandte der König eine Delegation mit seinem Sohn und dreißig Priestern zum Propheten. König Najashi sagte zu den Priestern: Schaut den Propheten Mu­hammad an, und seht euch seine Art zu reden an. Achtet genau auf das, was er sagt, achtet genau auf die Art, wie er sitzt, achtet auf den Platz, wo er sitzt, die Art, wie er isst, was er isst, seine Art, wie er trinkt, was er trinkt, seine Art, wie er betet und wo er betet. Als die Priester ankamen, fanden sie den Propheten in der Moschee betend vor.[**] Sie schauten zu, wie der Prophet betete, dann saßen sie mit ihm und fragten ihn einige Fragen und als sie mit ihren Fragen fertig waren, lud der Prophet Muhammad sie zum Islam ein und rezitierte ihnen Folgendes: [Wenn Allah sagen wird: „O Jesus, Sohn der Maria, geden­ke Meiner Gnade gegen dich und gegen deine Mutter; wie Ich dich stärkte mit der heiligen Eingebung – du sprachst zu den Menschen sowohl in der Wiege als auch im Mannesalter; und wie Ich dich die Schrift und die Weisheit lehrte und die Tho­ra und das Evangelium; und wie du mit Meiner Erlaubnis aus Ton bildetest, was wie Vögel aussah, du hauchtest ihm dann (Atem) ein, und es wurde mit Meiner Erlaubnis zu (wirklichen) Vögeln; und wie du mit Meiner Erlaubnis die Blinden und die Aussätzigen heiltest; und wie du mit Meiner Erlaubnis die Toten erweck­test; und wie Ich die Kinder Israels von dir abhielt als du zu ih­nen mit deutlichen Zeichen kamst und die Ungläubigen unter ihnen aber sagten: „Das ist nichts als offenkundige Zauberei.““][1] Dann flossen den Priestern die Tränen und sie konvertierten zum Islam. Als sie zurück zum König gingen, erzählten sie ihm, dass er der versprochene Prophet ist. Sie beschrieben ihm den Propheten Muhammad und erzählten ihm, was der Prophet ihnen rezitiert hatte. Danach flossen dem König Najashi die Tränen und auch er konvertierte zum Islam und entschied sich dazu, zum Prophe­ten Muhammad gehen. Als er auf dem Meer war in Richtung Medina, starb er auf dem Schiff und seine Diener gingen zu­rück nach Abessinien, um ihren König zu begraben.

Ein Engel kam zum Propheten Muhammad und sagte ihm, dass der König dahingeschieden ist, während er auf dem Weg zu ihm war, demzufolge stand der Prophet auf und wandte sich in Richtung Abessinien und erwähnte den Namen Gottes fünf Mal. Dann wandte er sich zu den Muslimen und sagte ihnen: Armah, ein frommer Mann aus Abessinien starb, kommt, um für ihn zu beten.[2]

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  1. Najashi ist die arabische Form von Negus
  2. Der Ort, an dem die Muslime beten 
  3. Quran 5:100
  4.  Bihar al-anwar, Band 18, Seite 414  und al-Sahih men sirat al-naby, Band 3, Seite 122, von Ja’far al-Amili

5.1 Die Geschichte eines iranischen Priesters

Im 19. Jahrhundert gab es im Westen des Irans einen assyrisch-ortho­doxen Priester, dieser Priester bereiste die ganze Welt, um Priester in anderen Ländern zu treffen, bis er einen Katholiken aus der Groß­stadt traf. Er hatte einige Diskussionen mit ihm, woraufhin der irani­sche Priester zur katholischen Konfession konvertierte und zum Vati­kan reiste.

Er lebte Jahre im Vatikan, um sich mehr Wissen anzueignen. Er war sehr eng mit einem Erzbischof[*] im Vatikan bekannt, es gab eine Freundschaft zwischen ihnen, und er nahm einen besonderen Platz im Herzen des Erzbischofs ein.
Einmal hatte der iranische Priester eine Diskussion unter den Pries­tern über die Bedeutung des Wortes Parakletos mitgehört, welches im Johannes-Evangelium erwähnt wird.
Dann ging der Priester zum Erzbischof, und während eines Gesprä­ches erzählte er dem Erzbischof von der scharfen Diskussion über die Bedeutung von Parakletos.
Der Erzbischof fragte den Priester über die verschiedenen Meinun­gen und über die Bedeutung des Wortes Parakletos, die von den Priestern in der Diskussion gegeben wurden.
Demnach antwortete der Priester ihm und erzählte, was er gehört hat­te.
Der Erzbischof fragte ihn, welche Meinung er annimmt.
Der Priester sagte, dass er die Meinung annimmt, die besagt, dass das Wort Tröster bedeutet.
Der Erzbischof sagte ihm, dass die wahre Bedeutung von Parakletos eine andere sei als all die Meinungen, die während der Diskussion er­wähnt wurden. Er betonte, dass in seiner Zeit keiner die wahre Be­deutung des Wortes kenne, außer jenen, die fest verwurzelt seien im Wissen und davon gäbe es nur sehr wenige.
Dann begann der Priester den Erzbischof anzuflehen, ihm die wahre Bedeutung von Parakletos zu sagen.
Daraufhin flossen dem Erzbischof die Tränen und er sagte dem Priester Folgendes: Du bist mir die liebste Person und ich kann nie­mals deine Wünsche ablehnen, obwohl die Erklärung der wahren Be­deutung von Parakletos sehr segensreich ist, wird uns dies den Tod bringen. Wenn du mir versprichst, die Bedeutung nicht während mei­nes Lebens weiterzuerzählen und meinen Namen nach meinem Tod nicht zu erwähnen, dann werde ich dir es erklären.
Der Priester versprach es dem Erzbischof.
Und daraufhin sagte der Erzbischof: Das ist der Name des Propheten der Muslime, es bedeutet der Gepriesene.
Dann gab der Erzbischof dem Priester einen Schlüssel zu einer priva­ten Kammer und sagte zu ihm: Du wirst in dem Raum eine Schachtel finden, in der sich zwei alte Bücher befinden, bring sie mir bitte.
Der Priester brachte die zwei Bücher, sie waren vor der Zeit des Is­lam geschrieben, das einer der Bücher war in griechischer, das ande­re in syrischer Sprache verfasst. Dann öffnete der Erzbischof das Buch und zeigte ihm, dass dort der Gepriesene geschrieben stand, der Name des Propheten der Muslime.
Dann sagte der Erzbischof: Vor dem Erscheinen des Propheten der Muslime, gab es keine Meinungsverschiedenheit unter den christli­chen Übersetzern und Gelehrten, dass die Bedeutung der Gepriesene ist. Später jedoch, nachdem der Prophet der Muslime erschienen war, haben die christlichen Führer alle Bücher zum Verschwinden ge­bracht, und das Wort „pericletos“, welches der Gepriesene bedeutet, in „Parakletos“ umgeändert, welches der Tröster bedeutet und noch einige andere Bedeutungen besitzt. Nur weil die damaligen Priester in der Zeit nicht ihre soziale Stellung verlieren wollten, haben sie eine neue Bedeutung und Erklärung für Parakletos kreiert, was das Evangelium sicherlich nicht meinte.
Wer auch immer das Evangelium liest, kommt einfach zu diesem Fakt. Denn der Satz des Verses passt nicht zu ihrer Behauptung, dass der Tröster der heilige Geist ist.
Jesus selbst sagte, dass Parakletos nicht kommen wird, wenn er selbst nicht geht. [denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Bei­stand nicht zu euch. ] [1]
Genau aus dem Grund, weil es nicht zwei Propheten mit verschiede­nen Gesetzen in der selben Zeit geben kann. Hingegen existierte der heilige Geist während der Lebzeiten Jesu, und sie (die Christen) ha­ben womöglich vergessen, dass der heilige Geist mit den zwölf Apo­steln war, als sie gingen um jede Krankheit zu heilen, so wie es im Matthäus- Evangelium[2] erwähnt wird.
Daraus schließen wir fest, dass die Erscheinung des heiligen Geistes festgesetzt ist mit dem Verschwinden Jesu, deswegen kann das Wort Parakletos nicht die Bedeutung des heiligen Geistes haben.
Folglich kann Parakletos nichts bedeuten außer der Prophet.
Dann sagte der Priester: Was sagst du über das Christentum?
Der Erzbischof antwortete: Das Christentum wurden durch die Reli­gion von Muhammad aufgehoben.
Der Priester sagte: Was ist der Weg zum Leben und der wahre Pfad zu Gott in unserer Zeit?
Der Erzbischof antwortete: Der einzige Weg und der einzige Pfad zu Gott ist, Muhammad zu folgen.
Der Priester sagte: Sind seine Anhänger auf dem richten Pfad?
Der Erzbischof antwortete: Ja.
Der Priester sagte: Wieso konvertierst du dann nicht zum Islam, wenn du weißt, dass das der richtige Weg ist?
Der Erzbischof sagte: Ich kam nicht zur Erkenntnis der Richtigkeit und Überlegenheit des Islams, bis ich alt wurde; innerlich bin ich ein Muslim, jedoch kann ich das nicht zeigen. Du kennst meinen bedeut­samen und hohen Status unter den Christen, wenn sie auch nur eine Tendenz an mir zum Islam sehen, würden sie mich direkt töten.
Ich sah viele Priester zum Islam konvertieren, jedoch haben die Mus­lime sie allein gelassen in ihrem Leiden und bei den Schwierigkeiten ihres Lebens.
Deswegen kann ich nicht zum Islam konvertieren, denn ich habe in meinem hohen Alter nicht mehr die Kraft, all die Schwierigkeiten des Lebens alleine entgegenzutreten.
Dem Priester und dem Erzbischof flossen die Tränen.
Dann sagte der Priester: Oh, heiliger Vater, empfiehlst du mir zum Is­lam zu konvertieren?
Der Erzbischof antwortete: Wenn du den wahren Weg durchstehen willst, dann hast du die Wahrheit zu akzeptieren.

Dann entschloss der Priester, den Vatikan zu verlassen und zurück in den Iran zu gehen. Er ließ seine ganze Habe im Vatikan zurück, au­ßer drei Büchern und einigen wenigen Dingen, die er mit sich nahm. Der Erzbischof half dem Priester, zurück nach Hause zu reisen und gab ihm etwas Geld zum Geschenk, um es für die Reise zu benutzen.

Als der Priester in seiner Heimat, in der Stadt Urmia im Iran, ankam, lief er direkt zum Haus eines muslimischen Gelehrten namens Mirza Hassan Mujtahed, um ihn darum zu bitten, ihm zu zeigen, wie man ein Muslim werden kann.

Anschließend suchte er sich einen islamischen Namen aus – Mu­hammad Sadiq. Nur wenige Tage nach seiner Ankunft im Iran, mach­te er seine Konvertierung zum Islam öffentlich. Er ging dann in eine islamische Schule, um den Islam zu lernen, später reiste er nach Na­jaf, eine Stadt im Irak, um an der größten islamischen Universität zu studieren.
Danach wurde er zu einem muslimischen Gelehrten und ging zurück in seine Heimat Urmia, um den Islam zu verbreiten und mit den christlichen Priestern zu debattieren. Er kam zu großem Ansehen im westlichen Iran, weil alle Leute über den Priester sprachen, der ein Scheikh[**] wurde. Dann im Jahre 1887, als sein Ruf im ganzen Iran verbreitet war, lud ihn der iranische König Naser al-Din Qajar zu sich, um die Geschichte seiner Konvertierung zu hören. Der König fand seine Geschichte aufregend, daher bat er ihn, ein Buch über sei­nen Wandel und die islamischen Lehren zu schreiben.
Er schrieb seine Geschichte über seine Konvertierung in einem zwei­bändigen Buch, dieses nannte er Anis al-Alaam, jedoch wurde es in acht kleineren Bände veröffentlicht, damit man es leichter lesen kann.
Danach schrieb der Ex-Priester noch viele verschiedene Bücher über den Islam und das Christentum, seine Bücher wurden sehr beliebt bei den Muslimen wie bei den Christen.
Sowohl Muslime auch als Christen reisten nach Urmia, um seine Re­den und Debatten mit den christlichen Priester anzuhören. Denn er war sehr wissend und erfahren im Christentum, er sprach Syrisch (alte Kirchensprache) und Hebräisch perfekt, daher war er fähig, die Bibel zu verstehen und die Texte zu benutzen, um die Wahrheit zu beweisen.
Im Jahr 1911 starb er nach langen Jahren im Dienste des Islam.

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  1. Leider ist jede Version etwas anders geschrieben, mal ist es der Papst, mal der Erzbischof. Die Geschichte ist im Original im Persischem geschrie­ben, die Perser benutzen das Wort “Vater” für den Papst, Kardinal, Erz­bischof und Priester. Um auf der sicheren Seite zu sein, haben wir für die Übersetzung “Erzbischof” ausgewählt.
  2. John 16 : 7 
  3. Matthäus 10 : 1 
  4.  Das Wort Scheikh wird für den islamischen Gelehrten benutzt.